BürgerAktion Mühlentunnel

 

Alternativ-Vorschlag zum Tunnelausbau


1. Problemlösung für Aufstellfläche Linksabbieger

In der Fortschreibung zum VEP 2005 stellt der Gutachter fest, dass

1. die Kreuzungspunkte Bremer Str. / Sepp. Mühlenweg und Bremer Str./Steinbecker Mühlenweg isoliert gesehen unproblematisch sind,
2.
die Kreuzungen jedoch aufgrund zu kurzer Aufstellflächen für Linksabbieger in der Bremer Str. zu Spitzenzeiten kritisch werden. Es warten jeweils zu viele Kfz. auf dem Linksabbieger auf die nächste Ampelschaltung.

Wenn die Zahl der wartenden Fahrzeuge zu groß ist, sollten Lösungen gesucht werden, die diese Zahl verringert. Warum sind die Linksabbieger überlastet? Zu beobachten ist, dass die Rechtsabbieger-Ampeln im Steinbecker Mühlenweg bzw. Seppenser Mühlenweg grün zeigen während, die Linksabbieger-Ampel der Bremer Str. bereits rot zeigt . D.h. die Linksabbieger laufen durch den tunnelbezogenen Verkehr voll. Es bleibt dann für Linksabbieger aus der Bremer Str. zu geringer Aufstellplatz. Für die Zahl der Linksabbieger aus der Bremer Str. allein würden die Aufstellflächen durchaus ausreichen.

Der Lösungsvorschlag: Für den tunnelbezogenen Verkehr bei Rot-Schaltungen nicht die Linksabbieger-Aufstellflächen als Warteraum nutzen, sondern diese Kfz. auf dem Steinbecker Mühlenweg bzw. dem Seppenser Mühlenweg warten lassen. Das wird möglich, wenn die Rechtsabbieger - Ampeln im Steinb.- und Seppenser Mühlenweg auf Rot schalten, wenn die entsprechenden Linksabbieger - Ampeln auch auf Rot schalten werden.

Im Steinbecker Mühlenweg ist genügend Warteraum. Im Seppenser Mühlenweg könnte der Warteraum in Spitzenzeiten zu knapp werden. Hier können die Aufstellflächen sowohl für Links- und Rechtsabbieger verdoppelt werden, wenn ein entsprechender Randstreifen vom angrenzenden Gewerbebetrieb/Kfz-Werkstatt mit benutzt wird (ist zur Zeit Hoffläche/Parken), d. h. die Straße wird um eine Richtungsbahn verbreitert.

Folgen:

a) Die Rechtsabbieger aus dem Steinb. Mühlenweg, die die Bremer Str. in Richtung Westen/ Sprötze nutzen, müssen etwas länger warten. Der Anteil liegt bei 10 - 15 %. Diese Verkehrsteilnehmer nutzen überwiegend den Steinb. Mühlenweg als Abkürzung für die B75 / B3, was vermieden werden sollte.
b) Die Rechtsabbieger aus dem Sepp. Mühlenweg mit Ziel Innenstadt, müssten ebenfalls eine etwas längere Ampelschaltung in Kauf nehmen. Ihr Anteil am Rechtsabbieger-Verkehr liegt nach unseren Schätzungen ebenfalls bei nur ca. 20%.

Insgesamt erfordert diese Lösung nur geringe Mittel.

 

2. Sicherheit im Tunnel

Diskutiert wird über die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern im Tunnel. Eine Verbesserung für Fußgänger (mindestens „gefühlt“) wäre durch eine Abgrenzung des Fußweges zur Fahrbahn durch
z.B. halbhohe Metallbügel (oder ähnlich) zu erreichen. Bei der Fahrradsicherheit (objektiv ist sie wahrscheinlich sicherer als im Steinbecker Mühlenweg, weil der Radfahrer das Tempo für die Kfz im Tunnel vorgibt, das dann etwa 20 km/h beträgt) ist eine Verbesserung durch den schon früher von der Politik vorgeschlagenen Fußgänger- u. Fahrradtunnel zu erreichen. Das Problem der Personensicherheit in diesem dann vom Kfz-Verkehr getrennten Tunnel könnte durch Videoüberwachung wie in U-Bahnhöfen gelöst werden.
Nach Abschluss des aktuell laufenden Bauplanungsverfahren für den Tunnel wäre die Entscheidung über den künftigen Ausbau bekannt und damit auch die Tunnelführung. Ein zunächst vorab gebauter Fahrradtunnel könnte somit so angelegt werden, dass er in einen späteren Tunnelneubau integriert werden kann, um so möglicherweise Kosten zu sparen.

3. Verknüpfung der Tunnelsituation mit den Entscheidungen über Brücke und Ostring

l Das aktuelle Gutachten weist aus, dass sowohl bei der Realisierung der Brücke als auch bei Bau des Ostrings der Tunnel deutlich entlastet wird. Im Fall der Brücke würde sogar das heutige Niveau unterschritten. Es würde zu einer Entspannung der Belastungs- und der Kreuzungssituation führen.

l In der Argumentation für den Tunnelausbau hat das Argument der besseren Südstadt-Anbindung an die Innenstadt bisher ein starkes Gewicht gehabt. Dieses Argument wird vom Gutachten und seinen Zahlen nicht gestützt. Ein Tunnelneubau führt nur zu einer geringen Zunahme des Verkehrs auf der Bremer Str. in Richtung Innenstadt.

l Im Zuge des aktuellen Bauplanungsverfahrens für den Tunnel geht die Stadt von einem Kreisverkehrsplatz als Kreuzungslösung aus.

Sowohl das Planungsbüro GFL als das aktuelle VEP - Gutachten weisen darauf hin, dass bei Bau eines Tunnels ein Kreisverkehr aufgrund des Verkehrsaufkommens nur dann möglich ist, wenn die Belastungssituation durch Bau der Brücke bzw. des Ostrings vorab verringert wurde.
Bei isoliertem Bau des Tunnels ist aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens an der Kreuzung die Regelung nur über eine Ampelanlage zu empfehlen.

l Hinweis: Eine Steuerung des Durchgangsverkehrs an dieser Kreuzung ist nach unserer Einschätzung nicht mit der Standard-Kreisel-Lösung möglich. Dies kann nur über die Ampelschaltung erfolgen.

Eine Entlastung des Tunnels durch Bau der Brücke oder des Ostrings, würde auch zu einer Entlastung der Kreuzung Steinbecker Mühlenweg / Steinbecker Straße führen. Ein Umbau der Kreuzung wäre dann weniger dringlich.

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