BürgerAktion Mühlentunnel

Brief an die Stadtrats- und Ortsratsmitglieder in Buchholz


Die Verwaltung wollte es wissen: Wie schnell wird gefahren Mittels einer automatischen Verkehrszählung hat die Verwaltung über einen längeren Zeitraum Ende 2002/Anfang 2003 die Geschwindigkeiten im Steinbecker Mühlenweg aufgezeichnet. Wir haben einige Teilauswertungen vorliegen. Diese Ergebnisse sind mehr als beunruhigend. Nahezu jedes zweite Fahrzeug hält sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit. Dabei sollte nach fester Überzeugung aller Fraktionen der Steinbecker Mühlenweg optimal verkehrsberuhigt sein. Die Folge: Die Straße wurde bei der Aufstellung der verfügbaren Geschwindigkeitsanzeige-Geräte in den letzten 5 Jahren von der Verwaltung konsequent nicht berücksichtigt.

Das sollte mehr Sicherheit bringen: Die Abschaltung der Pförtner-Ampeln. Mit der Abschaltung der geschwindigkeitsdämpfenden Pförtner-Funktion der Ampeln in den Mühlenwegen sollte das Risikopotenzial für die Verkehrsteilnehmer vermindert werden. Nach unseren Beobachtungen ist mit dem Anstieg der Geschwindigkeiten auch die Unfallhäufigkeit gestiegen. Dazu Beispiele aus dem Steinb. Mühlenweg:
29.9. Unfall: mehrere beteiligte Fahrzeuge / Höhe Fuchsloch
5.10. Unfall: mehrere beteiligte Fahrzeuge/ Höhe Rehkamp
23.10. Unfall: Verkehrsinsel vollständig „platt gemacht“ / Höhe Stöversweg


Mit dieser Entscheidung wird offenbar genau das Gegenteil erreicht Obwohl nicht alle Unfälle der Polizei gemeldet werden, könnte ein Blick in die Statistik der Polizei unsere Beobachtungen bestätigen.
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Projekt Mühlentunnel

Die Zahl der Gutachter wird
immer größer. Die Verfallszeiten ihrer
Zahlen immer kürzer. Die Folge, das Vertrauen
in deren Vorschläge wird immer geringer. Da ist es wichtig, dass Sie sich bei den Entscheidungen
auf reale Daten und auf Hinweise der betroffenen Bürger stützen können, um nicht nur von den Empfehlungen ortsfremder Schreib-
tisch-Experten abhängig zu sein.
Deshalb Informationen aus erster
Hand zu den Mühlenwegen.

Das sollte eine sichere Aussage sein: Kaum Mehrbelastung durch das Tunnelprojekt.
„Der Ausbau des Tunnels würde nur zu einer geringfügigen Mehrbelastung der Mühlenwege führen. Die Befürchtungen der Anwohner seien grundlos“. Die Mehrbelastung des Steinbecker Mühlenwegs sollte z.B. „nur“ 600 – 800 Fahrzeuge/Tag betragen. So die Zusagen der verantwortlichen Politiker von SPD und Grünen. Die Zweifel der BürgerAktion an den genannten Zahlen wurde als Polemik abgetan. Was sagen die Fakten: Während der Sperrung der Hamburger Straße wurde die Strecke Steinb.Mühlenweg/Tunnel nicht als Umleitung ausgeschildert, trotzdem stieg das Verkehrsaufkommen auf dem Steinbecker Mühlenweg schlagartig an, um ca. 1200 – 1400 Fahrzeuge/Tag (Basis dieser Zahlen sind die uns vorliegenden Teilergebnisse der automatischen Verkehrszählung der Stadtver-waltung). Innerhalb von wenigen Monaten waren diese Zusagen der Politiker von der Realität eingeholt. Wohlgemerkt, diese massive Steigerung des Verkehrsaufkommens erfolgte ohne Tunnelausbau. Übrigens hat diese Mehrbelastung die Leistungsfähigkeit des Tunnels nicht überschritten und nicht zu chaotischen Zuständen geführt. Eine verbesserte Ampelschaltung, die nach unserer Einschätzung immer noch Reserven hat, hat mit dazu beigetragen.

So etwas gibt es gar nicht: Durchgangsverkehr in den Mühlenwegen - oder doch?
Ein immer wieder zur Bestätigung der geringen Mehrbelastung durch den Tunnelausbau angeführtes Argument ist das Fehlen von Durchgangsverkehr in Buchholz, d.h. der die Kernstadt nur durchfah-rende Verkehr sei nicht der Rede wert. Deshalb würde er auch nicht zur Mehrbelastung beitragen. So die Aussagen von SPD und Grünen den Bürgern gegenüber. Ganz anders die Stadtverwaltung: In ihrer Stellungnahme im Planungsverfahren zum Ostring begründet sie ihre Ablehnung des Ostrings damit, dass verstärkt Durchgangsverkehr auftreten und die Bürger in Holm-Seppensen zu sehr belasten würde. Dieser Verkehr würde den ausgebauten Tunnel nicht benutzen – oder?

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