Naherholungsraum in Gefahr

Buchholzer Stadtsee

Stadtsee

BAM die BürgerAktion Mühlenwege

Buchholz in der Nordheide


Keine Alternative zum Ostring

Wir sagen JA zum Ostringbau

Mühlentunnel


Problembeschreibung und Lösungsmöglichkeiten:

Home


Das Problem:

Eine nicht ausreichende Anpassung der Verkehrsinfrastruktur an das rasche Wachstum der Stadt hat in Buchholz zu einer vom Verkehr stark belasteten Innenstadt geführt. Straßen und Verkehrsknoten sind in Spitzenzeiten überlastet, mit negativen Konsequenzen für Anwohner, Innenstadtbesucher und für den Verkehr, der die Innenstadt lediglich queren muss.

Für die Entlastung der Innenstadt favorisieren CDU/FDP/UWG den Bau einer Umgehungsstraße außerhalb der Wohngebiete im Osten der Stadt (Ostring). SPD, Grüne, Buchholzer Liste, Piraten, Linke lehnen den Ostring ab und planen als Alternative zur Innenstadtentlastung den Neubau des bisher einspurigen Mühlentunnels am Seppenser Mühlenweg (Bahntunnel). Mit dem großdimensionierten Neubau des Tunnels sollen nicht-innenstadtbezogener Verkehr, Durchgangs- und Schwerlastverkehr durch die westlichen Wohngebiete , statt außen um die Stadt herum geführt werden. Das bedeutet die Reaktivierung der alten Westring-Pläne aus den siebziger Jahren. Der Tunnel wird eine Sogwirkung ausüben und zu einer erheblichen Verlagerung des Verkehrs in den Westen der Stadt führen.

Die wesentlichen negativen Auswirkungen auf das Wohngebiet bei Realisierung dieser Pläne:

  • die Nutzung der Mühlenwege als Durchgangsstraßen und als „Raserstrecke“ wird zu einer erheblichen Verringerung der Wohn-, Aufenthalts- und Umweltqualität führen und das Gefährdungspotenzial generell erhöhen,
  • wachsendes Gefährdungspotenzial für Kindergarten-Kinder und Grundschüler. Die Mühlenwege müssen von einer großen Zahl von Kindern genutzt und gequert werden, die die anliegenden Kindergärten und Grundschulen (Waldschule, Wiesenschule) besuchen,
  • Die Grenzwerte der EU-Umgebungslärmrichtlinie für Wohngebiete wird bei prognostizierten mehr als 10000 Fahrzeugen im Steinbecker Mühlenweg deutlich überschritten,
  • durch den Tunnelausbau und die Verlegung der Straße wird der Stadtsee als Naherholungsgebiet für die Bürger stark beeinträchtigt,
  • Der Lebensraum der vorhandenen Fledermauskolonien und die jährlichen Krötenwanderungen am Seppenser Mühlenweg werden durch den den Tunnelneubau und den wachsenden Verkehr zusätzlich gefährdet.

Das eigentliche Ziel dieser Maßnahme, die Innenstadtentlastung , wird nicht erreicht. In diesem Punkt sind sich alle von der Stadt beauftragten Gutachter einig: der Tunnelausbau bringt keine Entlastung für die Innenstadt. Das heißt, er löst nicht das wesentliche Problem, sondern schafft neue . Siehe dazu "Zahlen & Fakten>". Eine isolierte Tunnellösung wird zu einem neuen großen Verkehrsknoten Bremer Straße/Steinb. Mühlenweg führen mit 31000 Fahrzeugen täglich (Prognose ,Topp 2005). Diese Größenordnung beurteilen auch die Gutachter als grenzwertig.

Im Vergleich zum Ostring ist der Anteil der Stadt an den Investitionsmitteln für den Tunnelneubau wesentlich höher bei einem gleichzeitig deutlich schlechteren Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Wohngebiete im Westen und Süden den Preis für den politischen Machtkampf um den Ostring zahlen sollen.


Unser Lösungsvorschlag: das DREI-ACHSEN-KONZEPT

Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass die Verkehrsplanung in Buchholz nicht dem St. Florians-Prinzip ("Verschon mein Haus, zünd` andere an"), sondern dem Balance-Prinzip folgen sollte. In Balance zu bringen bedeutet, die angestrebte Lösung sollte menschenverträglich, umweltfreundlich und zukunftstauglich sein.

Wir fordern kein entweder-oder, sondern ein sowohl-als auch. Um eine gerechtere Verteilung der Verkehre zur Entlastung der Innenstadt zu erreichen, schlagen wir vor, zusätzlich zur Innenstadtachse den Ostring und die Mühlenwege als weitere Achsen zu nutzen (DREI-ACHSEN-KONZEPT).

Die Realisierung sollte in den Schritten:

1. Ostring und

2. Tunnelerweiterung erfolgen.

Warum diese Reihenfolge?

Beide von der SPD/Grünen-Koalition in Auftrag gegebenen Gutachten empfehlen den Tunnelausbau nicht als Erstmaßnahme und auch nicht als isolierte Einzelmaßnahme. Der Tunnel sollte lediglich als „flankierende Maßnahme“ zum Ostring (Hinz 2002) oder als „ergänzende“ Maßnahme zu einer zusätzlichen Bahnbrücke (Topp 2005) ausgebaut werden.
Nur der Ostring kann die Innenstadt entlasten durch weniger Staus, besseren Verkehrsfluss und damit geringere Lärm- und Feinstaubimmissionen. Diese Entlastung macht die Innenstadt für Anwohner lebenswerter und für Besucher attraktiver.

Lesen Sie hier eine Kurzfassung der Details zu unserer Lösung PDF.

Unsere erste Kostenschätzung 2011 für den Tunnel-Neubau und Vergleich mit der damaligen Kostenschätzung der Stadt Buchholz ⇒ PDF.

Home Nach oben