Naherholungsraum in Gefahr

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BAM die BürgerAktion Mühlenwege

Buchholz in der Nordheide


Keine Alternative zum Ostring

Wir sagen JA zum Ostringbau

Mühlentunnel


Widersprüchliches / schlechte Beispiele

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Während unserer Arbeit für die BürgerAktion nehmen wir Dinge in den Aussagen / Verhalten u.a. von Politik und Presse wahr, die uns nicht gefallen bzw. die uns erstaunen lassen. Wir möchten darüber informieren, weil dieses Wissen auch zur Meinungsbildung beitragen kann.


Das Wochenblatt und die Kosten für den Ostring

Das Wochenblatt ist als entschiedener Gegner des Ostrings bekannt. Deshalb versucht es immer wieder gezielt die Meinung der Leser gegen die Umgehungsstraße für Buchholz zu mobilisieren. Dafür wird auch ein geschicktes Taktieren mit den Kostenzahlen genutzt. Jüngstes Beispiel: Im Artikel „Bewegung an der Tunnelfront“ v. 11.6.11 werden die Gesamtkosten für den Ostring mit 40 Mio. Euro und für den Tunnel mit 9,5 Mio. Euro angegeben. Dem Leser wird suggeriert, dass der Bau des Ostrings „exorbitante“ 40 Mio. Euro kostet und der Tunnel für nur 9,5 Mio. Euro zu haben ist. Die Wahrheit sieht anders aus und die Wochenblatt-Redakteure kennen sie auch. Tatsächlich werden die Baukosten für den Ostring knapp 19 Mio. Euro betragen. Das Wochenblatt errechnet sich die 40 Mio. Euro, indem es zu den Baukosten die für die nächsten 30 Jahre anfallenden Erhaltungskosten, Finanzierungskosten und das Aufbringen einer neuen Deckschicht hinzu rechnet.
Bei den Tunnelkosten nennt das Wochenblatt jedoch nur die reinen Baukosten und weist nicht daraufhin, dass es veraltete Zahlen aus 2005/6 sind, dass nicht alle Baukosten enthalten sind und dass es lediglich Zahlen auf Basis einer Grobplanung sind, während die Baukosten des Ostrings auf einer ausschreibungsfähigen Detailplanung basieren. Übrigens werden Sie diese Zahl 40 Mio. Euro durchgängig in den Wochenblattberichten zum Ostring finden. Achten Sie mal darauf.>

Einen Kommentar zu diesem „kreativen“ Weg der Kostenrechnung aus anderer Quelle ---> PDF.

Wie hoch werden die Kosten für den Neubau des Tunnels tatsächlich?
Schauen Sie sich dazu unsere eigene Kostenrechnung an ---> als PDF.

Feuerwehr und Mühlentunnel

Eines der wichtigsten Argumente von SPD und Grünen für die Öffnung des Mühlentunnels lautet: im Notfall und bei Sperrung der Canteleu-Brücke wäre der Süden von Buchholz für die Feuerwehr nicht erreichbar. Dieses Risiko wäre nicht hinnehmbar und erfordert eine schnelle Öffnung des Mühlentunnels. Bei dieser Argumentation verwundert es schon, dass mit keinem Wort das Risiko einer möglichen Sperrung der Bahnbrücke Bendestorfer Straße erwähnt wird. Bei einer Sperrung hier, als Folge von Verkehrsunfall, Bahnunfall oder Materialschaden, wäre für die Feuerwehr die gesamte Stadt nur schwer und unter Umwegen erreichbar. Aufgrund ihrer geringeren Breite ist eine Vollsperrung dieser Brücke sehr viel wahrscheinlicher als bei der Canteleu-Brücke.
Warum dazu kein Hinweis der Ostring-Gegner?

Weil der Ostring der Feuerwehr für alle Risikosituationen mehrere schnelle Zugänge zur Stadt ermöglicht, wurde die Planung des Feuerwehr-Standortes eng mit der Realisierung des Ostringes verknüpft (damals von allen Parteien unterstützt).
Hinweis: Auch heute ist der Süden über Wirtschaftswege erreichbar.)


Unfallgefahr im Mühlentunnel

Der Tunnelausbau wird immer mit der Unfallgefahr für die Radfahrer (Schüler) begründet. Subjektiv mag diese Gefahr so empfunden werden weil die Gleichung leicht nachvollziehbar ist: Dunkler, veralteter Tunnel = gefährlicher Tunnel. Ist das auch objektiv so? Bestätigt die Unfallstatistik diese Gefahr? Bisher hat noch kein Kritiker mit Zahlen argumentiert, sondern nur mit Meinung und Glauben.
Zieht man die Unfallstatistik zu Rate, dann zeigt sich, dass nicht der Tunnel unfallträchtig ist, sondern die Mühlenwege mit ihren Hauptkreuzungen. Hier sind Raserei und hohes Verkehrsaufkommen vermehrt die Unfallursachen. Im Tunnel selbst ist der Verkehr entschleunigt und die Radfahrer bestimmen die Geschwindigkeit und sind im Blick- und Aufmerksamkeitsfeld der Autofahrer. Nach unserer Einschätzung wird die Öffnung des Tunnels und die Nutzung der Mühlenwege als Westring objektiv das Gesamt- Gefahrenpotenzial der Straßen einschließlich Tunnel vergrößern.

Die Gründe sind: Ein stark ansteigendes Verkehrsaufkommen, die Entschleunigung des Verkehrs und die Zunahme der Raser auf dieser Strecke. Diese Gefahr betrifft insbesondere die Schulkinder, die als Radfahrer oder Fußgänger die Straße queren oder befahren. Auch hier zeigt sich, dass es mit einfachen Antworten nicht getan ist.





Die nachfolgenden Beispiele haben wir aus unserer alten Homepage (2001 – 2010) übernommen. Es sind Erfahrungen aus dem Jahr 2002. Zu dieser Zeit hatten SPD und Grüne die Mehrheit im Stadtrat.


Tunnelöffnung und Durchgangsverkehr

SPD und Grüne behaupten, der Verkehr auf den Mühlenwegen wachse durch die Tunnelöffnung nicht nennenswert, weil es keinen Durchgangsverkehr gäbe. In der aktuellen Stellungnahme des Bürgermeisters Stein  zum Ostring im August 2002 wird jedoch ausdrücklich vor der Zunahme des Durchgangsverkehrs in Richtung Holm-Seppensen gewarnt. Diese Belastung, sei für die Bürger in Holm-Seppensen nicht zumutbar.


Vorwurf der Demagogie

In der öffentlichen Ratssitzung am 27. 8. 02 wirft der Bürgermeister Stein unserer Bürgeraktion vor, sie betreibe reine Demagogie, weil sie vor dem Westring warnt. Dazu folgendes:

1. Der Verkehrsgutachter Schnüll+Haller stellt 1996 in einem Gutachten fest, dass der Westring (die Westtangente) unvermeidbar wäre, wenn der Tunnel zweispurig erweitert wird und die Durchfahrt durch den Steinbecker Mühlenweg nicht eingeschränkt wird.

2. Die SPD wirbt im Kommunalwahlkampf 1996 um Wählerstimmen mit der Warnung vor der Gefahr des Westrings bei Öffnung des Tunnels. Sie erwartet dann eine Verdreifachung des Verkehrs im Steinbecker Mühlenweg.

3. Im Wahlprogramm 2001 verspricht die SPD, dass der heutige Ausbauzustand des Steinbecker Mühlenwegs den Westring verhindern würde. Wie das möglich sein soll, darüber mag sich jeder selbst ein Urteil bilden. Wir fühlen uns mit unserer Warnung vor dem Westring durchaus in guter Gesellschaft.


Gespräch mit der Fraktion DIE GRÜNEN

In diesem Gespräch teilten uns die GRÜNEN mit, dass sie die Zahlen des vorliegenden Verkehrsgutachtens für falsch halten. Sie lehnten deshalb eine Diskussion über unsere Auswertung des Gutachtens ab. Später ergänzten die Grünen in der Presse, dass sie nie mit den Zahlen des Gutachtens in der Ostring-Debatte argumentiert hätten. Dazu folgendes:

1. In der aktuellen ablehnenden Stellungnahme zum Ostring, die der Bürgermeister Stein an den Landkreis abgibt, wird sehr stark mit den Zahlen des Gutachtens gearbeitet, um den Landkreis von der Ostringplanung abzubringen. Die Grünen haben dieser Stellungnahme am 27.8.02 im Rat ohne Vorbehalt zugestimmt

2. In ihrem Wahlprogramm 2001 verweisen die Grünen ausdrücklich auf dieses Gutachten, um damit die unzureichende Entlastung der Innenstadt durch den Ostring zu belegen.

3. Der Gutachter hat unseres Wissens noch im 1.Halbjahr 2002 einen Zusatzauftrag erhalten, der weitgehend auf den Zahlen des bisherigen Gutachtens aufbaut. Auch dieser Auftrag wurde mit den Stimmen der Grünen erteilt.

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